Atemschutz Übung Wangen an der Aare
Wie trainiert ein Atemschutz-Geräte Träger? Möglichst realistisch!
Zusammen mit den Ortsfeuerwehren Lostorf, Niedergösgen und Däniken trainierte die Stützpunkt-Feuerwehr Schönenwerd (SPFS) am Samstag, den 21. Mai 2005 in der Atemschutzanlage im Übungsdorf auf dem Waffenplatz der Schweizer Armee in Wangen an der Aare möglichst nahe an der Realität. Insgesamt waren über 80 Feuerwehrleute, davon rund 70 Atemschutzgeräteträgerinnen und –träger im Einsatz. Die Gesamtleitung und alle Vorbereitungen übernahm wie bisher Hptm Alessandro Klaiber, Atemschutzchef der SPFS.
Ausgesteckt war ein anspruchsvoller Parcours, bestehend aus elf verschiedenen Anlagen mit ausserordentlich hohen Ansprüchen an jede und jeden Teilnehmenden. Die Atemschutztrupps hatten dabei die verschiedensten Aufgaben zu bewältigen, sei es die Personenrettung oder aber das richtige Verhalten im Brandfall.
Damit der Feuerwehrangehörige für alle Einsätze gut vorbereitet ist, bedarf es einer umfassenden und ständigen Aus- und Weiterbildung auf jeder Stufe. Dank dieses Anlasses konnten alle Beteiligten ihre Erfahrungen im Atemschutz erweitern, um so im Einsatzfall besser gewappnet zu sein.
Die einzelnen Übungen im Detail waren:
Kaltstollen
Im Kaltstollen wurden in absoluter Dunkelheit über eine längere Distanz verschiedene Rettungs- und Rekognoszierungsaufgaben gestellt. Die Atemschutzgeräteträger wurden mit den verschiedensten Situationen (austretendes Wasser, Treppen, Wippen, enge Durchgänge etc.) konfrontiert.
Affenkasten
Der Affenkasten ist ein überdimensionaler Käfig, der als Labyrinth ausgelegt ist. Inmitten von (künstlichem) Rauch und starken akustischen Einflüssen hatten die AS-Träger auch hier verschiedene Aufgaben zu erfüllen. Retten, Absuchen und den Weg zurück wieder finden.
Warmstollen
Der Name ist an sich falsch, müsste es doch Heissstollen heissen. Unter Zuhilfenahme von richtigem Feuer und dadurch entstehendem Rauch erhielten die Feuerwehrleute ausschliesslich Such- und Rettungsaufträge. Es galt in heissen und rauchigen Räumen möglichst effizient nach Verletzten zu suchen, ohne die eigene Sicherheit zu vergessen.
Fitness
Ein wichtiges Thema! Das Besteigen einer nie endenden Leiter, das Marschieren auf einem Laufband und das (richtige) Heben von nicht existenten Lasten waren hier angesagt. Gar schnell ging dem einen oder anderen hierbei die Puste aus, wenn er oder sie die Kraft nicht richtig einteilte.
Brandhäuser
Hier wurde in echten Häusern mit echtem Feuer unter echten Bedingungen das Löschen, Retten und Suchen geübt. Auch hier von hohem Stellenwert: Teamwork, richtiges Vorgehen und die Einschätzung der Lage.
Selbstrettung
Ein Thema, das nicht unterschätzt werden soll, auch wenn es in der Praxis höchst selten vorkommt, geht es doch um die eigene Befreiung aus einer schwierigen Situation.
Seilgang Trümmerpiste
«Finde ich den Weg?» lautete hier die Frage. Mit abgedeckten Gesichtsmasken und unter schweren Bedingungen hatten die AS-Träger den Auftrag, sich dem Führungsseil entlang- zutasten und zuletzt den Ausgang wieder zu finden.
Warteraum
Er ist die Walt- und Schaltzentrale. Hier wurden von den verantwortlichen Offizieren primär die Organisation und der praktische Ablauf beim Erstellen und Betreiben eines Warteraumes geübt. Die einzelnen Klassenlehrer riefen jeweils die benötigte Anzahl AS-Träger ab. Aus den Einsätzen zurückkehrende Feuerwehrleute mussten betreut und notfalls neu ausgerüstet werden. Auch die Verpflegung war ein wichtiges Thema. Wie beim reellen Langzeiteinsatz musste auch hier für warmes Essen und Trinken gesorgt werden.
Fazit
Die grosse Zufriedenheit und die gute Stimmung aller Teilnehmer entschädigten schliesslich den Aufwand, der für eine solche Übung betrieben werden musste. Ein gutes Zeugnis an die Übungsleitung und die verantwortlichen Personen konnte auch auf Grund der Tatsache ausgestellt werden, dass kein Unfall geschah und alle gesund wieder in ihre Gemeinden zurückkehren konnten.
Im Namen aller Teilnehmenden danken wir Hptm Alessandro Klaiber und seinen Helfern für die Organisation und Durchführung dieses lehrreichen Tages und unseren teil- nehmenden Nachbargemeinden dafür, dass wir gemeinsam mit ihnen trainieren und so unsere Zusammenarbeit vertiefen konnten.
back
Fotogalerie
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |





























































